Das ist eine großartige Wahl! Koh Phayam ist für mich immer noch das „kleine Koh Samui von vor 30 Jahren“ – herrlich entspannt, keine Autos (nur Mopeds) und diese wunderbare "Hippie-Atmosphäre".
Wenn ich nach einem Bungalow direkt am Strand suche, kommt es auf Koh Phayam extrem darauf an, welchen Strand-Vibe ich gerade möchte. Die Insel hat nämlich zwei sehr unterschiedliche Hauptseiten.
Hier sind meine persönlichen Favoriten für direkte Strandlage, sortiert nach dem Gefühl, das man dort hat:
Das ist mein Lieblingsstrand für lange Spaziergänge und Sonnenuntergänge. Hier sind die Wellen etwas höher (man kann sogar surfen) und der Strand ist riesig.
Bamboo Bungalows: Das ist der Klassiker. Wenn ich wirklich "Füße im Sand" will, dann hier. Die einfachen Bambushütten stehen oft direkt in erster Reihe. Es ist rustikal (erwarte keinen Luxus), aber man fällt morgens quasi direkt aus dem Bett ins Meer. Das Restaurant dort ist auch ein super Treffpunkt.
Long Beach Bungalows: Ähnlicher Vibe, sehr entspannt und direkt am Wasser. Perfekt, wenn ich einfach nur in der Hängematte liegen und aufs Meer schauen will.
Diese Bucht ist viel ruhiger und flacher, teilweise mit Mangroven durchzogen. Das Wasser ist hier oft wie in einer Badewanne, aber Achtung: Bei Ebbe muss man weit rauslaufen!
Baan Suan Kayoo 2: Liegt am nördlichen Teil der Bucht. Sehr einfache, aber charmante Hütten direkt am Strand. Hier ist es oft noch ruhiger als am Long Beach.
Sunset Bungalows: Der Name ist Programm. Sie liegen direkt am Strand und man hat abends den perfekten Blick. Es ist sehr familiär und unaufgeregt.

Wenn ich mir mal richtig was gönnen möchte und nicht auf jeden Baht schaue:
The Blue Sky Resort: Es liegt in der Ao Mae Mai (nahe dem Pier) in den Mangroven. Bei Flut sieht es wirklich aus wie auf den Malediven, da die Villen auf Stelzen im Wasser stehen. Es ist zwar kein klassischer "Sandstrand zum Hinlegen" direkt vor der Zimmertür (man muss ein paar Meter laufen oder Kajak fahren), aber das Erlebnis, direkt über dem Wasser zu schlafen, ist einmalig auf der Insel.
Nitiporn Resort: Wenn ich nah am Pier sein will (keine lange Anreise mit dem Moped-Taxi) und einen Pool direkt am Strand möchte, gehe ich hierhin. Es ist etwas "gebauter" und weniger Dschungel-Feeling, aber die Bungalows sind massiv, haben Klimaanlage und man ist sofort am Strand.
Wenn du das echte Koh Phayam Feeling suchst, würde ich mich für einen Bungalow am Ao Yai (Bamboo Bungalows) entscheiden. Es gibt nichts Schöneres, als abends dort im Restaurant zu sitzen, das Rauschen der Wellen zu hören und danach die paar Meter in den eigenen Bambus-Bungalow zu stolpern.
Wichtig zu wissen:
Strom: Viele der einfachen Strand-Bungalows (besonders am Ao Yai) haben oft nicht 24 Stunden Strom, sondern nutzen Generatoren oder Solar. Wenn dir 24h Klimaanlage wichtig ist, frag vorher genau nach oder nimm eher so etwas wie das Nitiporn oder Blue Sky.
Ich empfehle dir Bargeld: Nimm genug Bargeld mit, Geldautomaten sind auf der Insel manchmal launisch oder leer.
Nachdem ich meinen Bungalow bezogen und die Füße in den Sand gesteckt habe, wollte ich die Insel erkunden.
Koh Phayam hat keine riesigen Tempelanlagen oder Shopping-Malls. Die "Sehenswürdigkeiten" hier sind eher Momente und Orte, die einfach eine magische Atmosphäre haben. Hier ist, was ich mir auf meinen Streifzügen über die Insel angesehen habe:
Das war das Verrückteste, was ich auf der Insel gesehen habe.
Was es ist: Eine Bar, die komplett aus Treibholz gebaut wurde und aussieht wie ein gestrandetes Piratenschiff, das in den Himmel wächst.
Mein Erlebnis: Ich bin zum Sonnenuntergang hin. Man klettert über wackelige Holztreppen auf verschiedene Ebenen. Ich saß ganz oben mit einem Bier, unter mir das Meer (bei Flut umspült das Wasser die Bar), und habe einfach nur gestaunt, wie dieses Ding überhaupt stehen bleiben kann. Ein architektonisches Kunstwerk des "Mai Pen Rai" (passt schon).
Ganz im Norden der Buffalo Bay habe ich eine kleine Wanderung am Strand gemacht.
Was es ist: Wunderschöne Felsformationen im Wasser. Der bekannteste ist ein Felsen mit einem fast perfekten Loch in der Mitte.
Mein Tipp: Ich bin bei Ebbe hingegangen. Da konnte ich fast bis zu den Felsen laufen. Es ist ein super Fotomotiv und wirkt fast ein bisschen wie eine Mini-Version der berühmten James-Bond-Felsen.
Im Südwesten der Insel, hinter dem Buffalo Bay, führt eine kleine Brücke über einen Fluss/Mangroven.
Was es ist: Ein kleines Dorf der Moken, der ursprünglichen Bewohner der Andamanensee.
Mein Erlebnis: Es ist sehr einfach und ursprünglich. Ich bin respektvoll durchgelaufen (man will ja nicht stören). Es ist interessant zu sehen, wie die Häuser auf Stelzen gebaut sind. Ich habe dort handgemachte Armbänder gekauft – ein schönes, kleines Souvenir, das die Locals direkt unterstützt.
Das hat mich echt überrascht: Auf Koh Phayam fliegen diese riesigen Vögel mit den bunten Schnäbeln fast überall rum.
Mein Erlebnis: Ich musste gar nicht tief in den Dschungel. Meistens saß ich beim Frühstück oder war mit dem Roller unterwegs, und plötzlich hörte ich ein lautes "Wusch-Wusch" über mir. Wenn man abends in der Nähe vom The Blue Sky Resort oder einfach an waldigen Straßenrändern steht, sieht man sie oft zu zweit fliegen.
Direkt beim Pier (wo die Fähre ankommt) gibt es einen Tempel, den man nicht übersehen kann.
Was es ist: Ein Schrein, der auf einem langen Steg ins Meer hinausgebaut ist (Ubosot).
Mein Erlebnis: Ich bin einmal abends dort spazieren gegangen, als die Tagestouristen weg waren. Es ist sehr friedlich, und der goldene Buddha glänzt toll in der Abendsonne.
Koh Phayam ist berühmt für Cashew-Nüsse.
Mein Erlebnis: Ich habe am Straßenrand gesehen, wie ältere Damen die Nüsse knacken und rösten. Das ist Knochenarbeit! Ich habe mir direkt eine Tüte frisch geröstete Nüsse gekauft. Die schmecken tausendmal besser als die aus dem Supermarkt zu Hause.
Eigentlich ist die Fahrt das Ziel. Es gibt auf der Insel eine "Hauptstraße" (ein betonierter Weg), der durch Tunnel aus Kautschukbäumen und Cashew-Hainen führt.
Mein schönster Moment: Einfach den Roller rollen lassen, durch den Schatten der Bäume fahren, nirgendwohin müssen, und den Geruch von Dschungel und Meer in der Nase haben.
ich dich mal mit zu meinen kulinarischen Highlights auf der Insel! 🍽️🍻
Essen auf Koh Phayam ist herrlich unkompliziert. Keine Dresscodes, keine Schickimicki-Menüs, sondern ehrliches Essen und eine tolle Atmosphäre.
Hier ist, wo ich am liebsten meinen Hunger (und Durst) gestillt habe:
Das ist für mich der charmanteste Laden der ganzen Insel.
Was gibt's da: Unglaubliche hausgemachte Eistees, super leckere vegetarische Gerichte und selbstgebackenen Kuchen.
Die Atmosphäre: Das Haus ist komplett aus Holz, offen und voller Bücher. Ich habe hier oft stundenlang auf den Kissen gesessen, gelesen und einfach die Ruhe genossen.
Mein Tipp: Probier unbedingt den "Burmese Tea Leaf Salad". Den Geschmack vergesse ich nie – knackig, würzig, einfach anders.
Hier habe ich kein spezielles einzelnes Restaurant, sondern ich bin einfach den Strand entlang spaziert.
Was ich gemacht habe: Fast alle Bungalow-Anlagen (wie Bamboo oder Ziggy Stardust) stellen abends Tische direkt in den Sand.
Das Essen: Frischer Fisch vom Grill, Massaman Curry oder Pad Thai.
Das Feeling: Barfuß im Sand essen, Kerzenschein und das Meer rauscht keine 5 Meter entfernt. Besser geht's nicht.
An der "Hauptstraße" (Richtung Buffalo Bay) stehen oft kleine Stände.
Mein Favorit: Ein frischer Som Tam (Papayasalat) direkt am Straßenrand zubereitet. Dazu gegrilltes Hühnchen (Gai Yang) vom Spieß. Das kostet fast nichts und ist eine Geschmacksexplosion (Vorsicht: "Thai spicy" ist hier wirklich scharf!).
Ich habe sie ja schon als "Sehenswürdigkeit" erwähnt, aber sie ist eben auch der Ort für den Abend.
Mein Drink: Ein kaltes Chang Bier oder ein frischer Mojito.
Die Musik: Meistens läuft hier Reggae oder entspannter Rock. Manchmal greift auch jemand zur Gitarre. Es ist der perfekte Ort, um den Tag ausklingen zu lassen und Leuten aus aller Welt zu begegnen.
Wenn ich nach 5 Tagen Reis mal Lust auf Teig hatte.
Der Ort: Liegt etwas versteckt im Inselinneren (nähe "Dorfzentrum").
Das Essen: Überraschend gute Pizza aus dem Steinofen und indische Gerichte! Eine wilde Mischung, aber auf Koh Phayam funktioniert das irgendwie.
Ein kleiner praktischer Tipp von mir: Auf Koh Phayam schließen die Küchen oft relativ früh (gegen 21:00 oder 21:30 Uhr wird es ruhiger), außer in den Bars. Ich habe mir angewöhnt, eher früh (gegen 19:00 Uhr) essen zu gehen, um die volle Auswahl an frischem Fisch zu haben.
Die Andamanensee hat weit mehr zu bieten als nur Phuket, Phi Phi oder Koh Lipe. Wenn Sie das authentische Thailand suchen – Bambushütten statt Betonbunker, Hängematten statt Partymeilen – dann sind Sie auf den folgenden Inseln genau richtig.
Hier ist eine kuratierte Auswahl echter „Perlen“ in der Andamanensee, sortiert nach ihrem speziellen Charakter, damit Sie die richtige für sich finden:
Eine geologische Kuriosität. Statt dichtem Dschungel finden Sie hier im Landesinneren eine flache Landschaft mit goldenem Gras und verstreuten Bäumen, die fast wie eine afrikanische Savanne wirkt.
Der Vibe: Einsam, wild und fast menschenleer. Es gibt nur wenige Resorts, die weit auseinanderliegen.
Besonderheit: Perfekt für Naturliebhaber (Vogelbeobachtung, Meeresschildkröten). Die Insel ist sehr flach und lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden.
Für wen: Ruhesuchende, die absolute Abgeschiedenheit und einzigartige Naturlandschaften wollen.
Diese Insel liegt fast direkt auf dem Weg zwischen Krabi und Koh Lanta, wird aber von den meisten Fähren einfach passiert.
Der Vibe: Sehr familiär und authentisch. Der Norden (Koh Pu) ist bergiger und wilder, der Süden (Koh Jum) flacher mit langen Stränden.
Besonderheit: Hier gibt es noch viele klassische Teakholz-Bungalows direkt am Strand zu fairen Preisen. Die Sonnenuntergänge mit Blick auf die Silhouette von Koh Phi Phi am Horizont sind legendär.
Für wen: Alle, die ein Buch lesen wollen, gut und günstig essen möchten und keinen Schnickschnack brauchen.
Koh Libong ist die größte der Trang-Inseln, aber touristisch kaum entwickelt. Hier dominiert das lokale Leben der muslimischen Fischerdörfer.
Der Vibe: Kein klassisches Badeparadies mit weißem Puderzucker-Sand (der Sand ist hier eher gelblich/dunkler), dafür 100% authentisch.
Besonderheit: Libong ist berühmt für seine Dugongs (Seekühe). Man kann Bootstouren machen, um diese sanften Riesen beim Grasen im Seegras zu beobachten.
Für wen: Tierfreunde und Reisende, die das echte thailändische Dorfleben sehen wollen.
Zugegeben, Kradan ist kein kompletter Geheimtipp mehr (es wurde oft zum "schönsten Strand der Welt" gewählt), aber wenn die Tagesausflügler um 15 Uhr weg sind, kehrt himmlische Ruhe ein.
Der Vibe: "Malediven-Feeling". Kristallklares, türkisblaues Wasser und schneeweißer Sand.
Besonderheit: Eines der besten Riffe Thailands, das direkt vom Strand aus erreichbar ist (Beach Snorkeling).
Für wen: Wasserratten und Strand-Ästheten. Tipp: Unbedingt übernachten, nicht nur als Tagestour besuchen.
Ehemalige Gefängnisinsel und heute Nationalpark. Hier gibt es keine privaten Resorts, nur Nationalpark-Unterkünfte (einfache Bungalows oder Zelte).
Der Vibe: Abenteuerlich, historisch und wild. Dichter Dschungel, Ruinen der alten Strafkolonie und leere Strände.
Besonderheit: Man ist wirklich "ab vom Schuss". Es gibt Strom oft nur stundenweise und die Natur hat das Sagen (Vorsicht vor den frechen Affen!).
Für wen: Camper, Geschichtsinteressierte und Abenteurer.
Bargeld ist König: Auf vielen dieser Inseln (z.B. Koh Jum, Koh Phra Thong) gibt es keine Geldautomaten (ATMs). Nehmen Sie unbedingt genug Bargeld (Baht) vom Festland mit.
Reisezeit: Diese Inseln sind in der Monsunzeit (ca. Mai bis Oktober) oft fast komplett geschlossen. Der Fährverkehr ist dann stark eingeschränkt. Beste Reisezeit: Dezember bis März/April.
Anreise: Planen Sie Zeit ein. Oft beinhalten die Transfers Minivans und Longtail-Boote, bei denen man im Wasser aussteigen muss (kurze Hosen tragen!).
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