Siquijor Roadtrip: Wasserfälle, Klippen & der Hexen-Hotspot

Rauer Roadtrip auf Siquijor: Entdecke die Cambugahay Falls, Pitogo Cliff und den Hexen-Hotspot Hapitanan. Ein Guide für Paare & Abenteurer. 🏍️

 

 

 

Siquijor Roadtrip: Eine melancholische Motorradreise über die Insel der Hexen

 

 

Intro: Siquijor ist mehr als nur weiße Sandstrände und Kokosnüsse. Es ist die „Insel des Feuers“, ein Ort voller Mythen, alter Legenden und einer rauen, fast greifbaren Melancholie. Wer Siquijor wirklich spüren will, mietet sich einen Scooter, setzt den Helm auf und lässt die Ringstraße hinter sich. Dies ist der Bericht unseres Roadtrips zu zweit – vorbei an schroffen Klippen, tief in den Dschungel zu türkisen Wasserfällen und zu den berühmten Hexen von Lazi.

Unterwegs auf zwei Rädern: Siquijor „Unfiltered“

 

Es gibt Tage auf den Philippinen, an denen der Himmel nicht strahlend blau ist, sondern in einem dramatischen Grau über dem Ozean hängt. Genau das ist die Stimmung, die Siquijor so einzigartig macht. Mit dem Motorrad über die Insel zu cruisen, bedeutet Freiheit. Der Fahrtwind ist warm, die Straßen sind gesäumt von dichter, wilder Vegetation.

Wir haben die touristischen Pfade verlassen und die Stille gesucht. Die Küste hier ist wilder als auf anderen Inseln der Visayas. Schroffe Felsvorsprünge wechseln sich ab mit stillen Buchten, in denen einsame Fischerboote (Bancas) im Wasser schaukeln. Es ist eine Kulisse, die nachdenklich macht – perfekt für einen Trip mit dem Lieblingsmenschen hinten auf dem Bike.

 

Pitogo Cliff: Echte Drohnen-Filme & Human Drones

 

Wenn man der Küstenstraße Richtung Süden folgt, erreicht man einen Ort, der wie gemacht ist für cinematische Aufnahmen: Pitogo Cliff. Anders als die weichen Sandstrände zeigt sich Siquijor hier von seiner rauen, kantigen Seite. Scharfe Felsen ragen ins tiefe Blau der Bohol-See hinein – eine Traumkulisse.

Hier wartet ein besonderer Service auf alle, die spektakuläre Urlaubsvideos wollen, aber selbst keine Ausrüstung dabei haben. Die Locals vor Ort sind bestens ausgestattet:

  1. Echte Drohnen-Filme: Ihr könnt euch direkt vor Ort filmen lassen. Die Guides steigen mit professionellen Drohnen auf und erstellen atemberaubende Luftaufnahmen und Videoclips von euch, wie ihr auf der Spitze der Klippe steht. Perfekt für das nächste Reel oder als cineastische Erinnerung an den Roadtrip.

  2. Human Drone: Wer es lustiger mag, nutzt den „Human Drone“ Service. Dabei klettert ein Guide auf hohe Leitern oder Palmen, um aus der Vogelperspektive Fotos zu schießen – ganz ohne Technik, aber mit vollem Körpereinsatz.

Cambugahay Falls: Türkises Wunder im tiefen Dschungel

 

Von der rauen Küste ging es für uns tiefer ins Inselinnere, hinein in das satte Grün von Lazi. Ziel waren die Cambugahay Falls. Schon der Abstieg über die steilen Steinstufen fühlt sich an wie der Weg in eine verborgene Welt.

Unten angekommen, leuchtet das Wasser in einem fast surrealen Türkis – ein krasser Kontrast zum dunklen Grün des umliegenden Urwalds. Der Wasserfall erstreckt sich über drei Stufen. Selbst an wolkigen Tagen hat dieser Ort eine mystische Ausstrahlung.

Für den Adrenalin-Kick zwischendurch gibt es die berühmten Tarzan Swings. Sich an einem Seil über das Wasser zu schwingen und in die kühlen Becken fallen zu lassen, weckt das innere Kind. Es ist ein Moment purer Lebensfreude inmitten der wilden Natur, bevor man wieder auf das Motorrad steigt.

 Der „Hexen-Hotspot“: Ein Stopp bei Hapitanan

 

Kein Roadtrip auf Siquijor ist komplett ohne eine Begegnung mit der magischen Seite der Insel, direkt in der Nähe der Wasserfälle. Siquijor ist auf den ganzen Philippinen für seine Heiler („Mangkukulam“) und mystischen Bräuche bekannt.

Mitten in Lazi, direkt an der Straße, liegt Hapitanan – ein kleiner, unscheinbarer Spot mit Restaurant, der mittlerweile Kultstatus erreicht hat. Hier nimmt man die Legenden mit einem Augenzwinkern:

  • Die Broomstick Challenge: Ja, es ist touristisch, aber es gehört dazu. Mit einem Besen in der Hand vor der Kulisse des Himmels „abzuheben“, ist das rituelle Foto, das jeder Siquijor-Reisende im Gepäck haben muss.

  • Pause machen: Es ist der ideale Ort, um den Motor abzustellen, eine frische Buko (Kokosnuss) zu trinken und dem Treiben zuzusehen, bevor die Reise weitergeht.

 

Fazit: Warum Siquijor das Herz berührt

 

Ein Motorradtrip über Siquijor ist keine gewöhnliche Inselrundfahrt. Es ist eine Reise in eine andere Welt – ein bisschen düster, wunderschön und unglaublich intensiv. Für Paare, die das Abenteuer suchen und keine Angst vor Geistergeschichten haben, ist diese Insel ein absolutes Muss auf den Philippinen.