
El Nido auf Palawan gehört für viele Reisende zu den bekanntesten Zielen auf den Philippinen. Der Ort ist vor allem für sein Island Hopping, Lagunen, Strände und Bootstouren bekannt. Genau deshalb wollten wir uns diesen Teil von Palawan ebenfalls noch einmal genauer anschauen.
Mit nur vier Tagen Aufenthalt war die Zeit diesmal allerdings klar zu kurz. Trotzdem hat sich schnell gezeigt, warum El Nido touristisch so beliebt ist: Viele Highlights liegen näher zusammen als in Coron, die Wege sind kürzer und man kann in kurzer Zeit relativ viel sehen. Gleichzeitig lohnt es sich, in El Nido nicht nur auf klassische Touren zu setzen, sondern auch El Nido Town, Napcan Beach, Las Cabanas Beach und die Umgebung mit dem Roller mitzunehmen.
Wer nach El Nido Touren sucht, landet fast automatisch bei den bekannten Touren A, B, C und D. Diese Bootstouren gehören für viele Besucher fest zur Reiseplanung und sind einer der Hauptgründe, warum El Nido auf Palawan so gefragt ist.
Die Touren führen je nach Route zu Lagunen, kleineren Inseln, Stränden, Schnorchelspots und typischen Aussichtspunkten rund um El Nido. Wer nur wenig Zeit hat, nimmt oft zumindest eine klassische Bootstour mit, um den bekanntesten Teil der Inselwelt zu sehen.
Am ersten Tag haben wir direkt die Tour A in El Nido gebucht. Das gehört dort fast schon dazu und ist für viele Reisende der klassische Einstieg. Die Tour war auch völlig in Ordnung und passt gut, wenn man die bekanntesten Landschaften rund um El Nido einmal gesehen haben will.
Trotzdem bleibt es bei mir dabei: Ich bin kein Matrose und fahre persönlich lieber Motorrad oder Roller, als den ganzen Tag auf einem Boot zu sitzen. Genau deshalb war für mich schnell klar, dass El Nido zwar stark bei den Bootstouren ist, aber mindestens genauso interessant wird, wenn man sich auch an Land frei bewegt.
Rein touristisch hat mir El Nido besser als Coron gefallen. Nicht unbedingt, weil alles spektakulärer wäre, sondern weil viele Highlights kompakter und leichter erreichbar sind. Gerade wenn man nur wenige Tage Zeit hat, ist das ein echter Vorteil.
In El Nido liegen viele interessante Punkte näher zusammen. Dadurch wirkt die Region im Ablauf entspannter. Man kann Bootstouren, Strände, Restaurants und eigene Ausflüge mit dem Roller besser kombinieren, ohne dass ständig alles weit auseinandergezogen wirkt.
El Nido Town ist genau mein Ding. Der Ort ist touristisch, aber auf eine Art, die für mich gut funktioniert. Er ist kleiner, kompakter und lebendiger als viele andere Orte. Man kommt schnell zurecht, vieles ist gut erreichbar und die Mischung aus Restaurants, kleinen Läden, Touranbietern und Strandnähe macht den Ort sehr praktisch.
Gerade als Basis für El Nido Touren funktioniert die Stadt gut. Man kann tagsüber auf Bootstour gehen, mit dem Roller losziehen oder einfach am Abend noch entspannt essen gehen. Diese Mischung aus Struktur und Reisestimmung macht für mich einen großen Teil des Reizes aus.
Das Mabuhay war für uns jeden Abend ein fester Anlaufpunkt. Direkt am Strand gelegen, mit Meerblick, frischer Brise und lockerer Foreigner-Community, hatte der Ort genau die Atmosphäre, die ich auf Reisen suche.
Natürlich sind die Preise dort etwas höher als in den einfachen Eaterias. Aber genau hier liegt für mich der Unterschied zwischen etwas teurer und echter Abzocke. Eine Runde Billard, Essen mit Meerblick und dazu diese entspannte Abendstimmung – genau dafür zahlt man dort mit. Für uns war das Mabuhay deshalb nicht einfach nur ein Restaurant, sondern ein fester Teil des Tagesabschlusses in El Nido.
Der Napcan Beach war für mich ein echter Traum der Natur. Weit, offen, schön und vor allem nicht überlaufen. Genau solche Strände sucht man auf Palawan, wenn man neben den klassischen Touren auch noch etwas Ruhe und Weite erleben möchte.
Was mir am Napcan Beach besonders gefallen hat, war die entspannte Stimmung. Kein unnötiges Gedränge, keine hektische Atmosphäre und genug Platz, um den Strand wirklich zu genießen. Wer bei El Nido auf Palawan nicht nur Island Hopping machen will, sondern auch schöne Strände an Land sucht, sollte Napcan auf dem Schirm haben.
Der Las Cabanas Beach hat eine etwas andere Stimmung als Napcan. Für mich hatte der Strand stellenweise fast ein europäisches Flair, ohne dabei überlaufen oder unangenehm zu wirken. Es wirkt etwas geordneter, etwas komfortabler und insgesamt stärker auf entspanntes Verweilen ausgelegt.
Positiv war für mich auch das System mit den Sitzgelegenheiten und Liegen. Einfache Liegestühle lagen bei etwa 500 Peso für zwei Personen, richtige Liegen bei rund 1.000 Peso pro Paar. Wir haben uns für die Liegen entschieden.
Das Prinzip war fair: Ein Teil des Betrags wurde auf Essen und Trinken angerechnet. Genau so muss das für mich laufen. Essen muss man ohnehin, also kann man es auch direkt dort machen, wenn die Lage und das Ambiente stimmen. Die Preise waren etwas höher als in einer einfachen Eateria, aber das Gesamtgefühl war stimmig und nicht wie Touristenabzocke.
Wer in El Nido nicht nur Bootstouren machen will, sollte sich auch das Thema Roller mieten anschauen. Gerade für Strände, kleinere Ausflüge und spontane Stopps ist ein Roller für mich oft die interessantere Lösung.
Dabei fällt auf, dass die Preisstruktur in El Nido etwas anders ist als in Coron. Während man dort teilweise auch nur einen halben Tag buchen kann, läuft es in El Nido meistens auf eine 24-Stunden-Miete hinaus.
Preislich geht es etwa bei 500 Peso für eine 115er Beat los. Eine 125er bekommt man häufig ab ungefähr 700 Peso. Die 155er-Klasse und alles darüber beginnt meist bei rund 1.200 Peso.
Für Leute, die lieber flexibel unterwegs sind, ist das ein wichtiger Punkt. Man muss die Preise einkalkulieren, bekommt dafür aber die Freiheit, El Nido und die Umgebung unabhängiger zu erkunden als mit reinen Standardtouren.
Für uns war El Nido auf Palawan ganz klar ein Reiseziel, das mehr Zeit verdient hätte. Vier Tage waren zu kurz. Gerade die Mischung aus Tour A, El Nido Town, Napcan Beach, Las Cabanas Beach und eigenen Fahrten mit dem Roller hat gezeigt, wie viel die Region eigentlich bietet.
Wer nur nach El Nido Touren sucht, sieht zunächst die bekannten Bootsausflüge. Das ist verständlich und gehört auch dazu. Aus unserer Sicht wird El Nido aber erst dann richtig interessant, wenn man nicht nur die Touren macht, sondern auch die Stadt, die Strände und das Leben an Land bewusst mitnimmt.
Genau deshalb würden wir beim nächsten Mal auf jeden Fall mehr Zeit für El Nido einplanen.
Die Wahl der "besten" El Nido Tour hängt stark von Ihren persönlichen Vorlieben ab, da die vier Haupt-Insel-Hopping-Touren (A, B, C und D) jeweils unterschiedliche Highlights bieten.
Hier ist eine Zusammenfassung der Touren, damit Sie die beste Entscheidung für sich treffen können:
| Tour | Haupt-Highlights | Am besten geeignet für... |
| Tour A | Big Lagoon, Secret Lagoon, Seven Commandos Beach, Shimizu Island | Erstbesucher, die die ikonischsten Lagunen und Kalksteinklippen von El Nido sehen wollen. (Sehr beliebt, daher oft überfüllt). |
| Tour C | Secret Beach, Hidden Beach, Matinloc Shrine, Helicopter Island | Schnorchler und diejenigen, die die versteckten Strände und beeindruckendsten Karstfelsen-Formationen entdecken möchten. (Auch sehr beliebt). |
| Tour B | Snake Island Sandbar, Cudugnon Cave, Cathedral Cave, Pinagbuyutan Island | Abenteurer, die Höhlen erkunden und einen einzigartigen Sandstreifen (Sandbar) sehen wollen; generell etwas entspannter als A und C. |
| Tour D | Small Lagoon, Cadlao Lagoon, Paradise Beach, Nat Nat Beach | Besucher, die die Touristenmassen meiden möchten und ruhigere Lagunen sowie entspannte Strände suchen. (Wird oft als die am meisten unterschätzte Tour bezeichnet). |
Wenn Sie nur eine Tour machen können: Wählen Sie Tour A oder Tour C, da diese die bekanntesten und spektakulärsten Orte (Lagunen bzw. „geheime“ Strände) beinhalten. Tour A gilt oft als die klassische Wahl für Ikonen.
Wenn Sie zwei Touren machen können: Eine Kombination aus Tour A und Tour C ist die gängigste Wahl, um die meisten berühmten Sehenswürdigkeiten abzudecken. Alternativ können Sie Tour A und das ruhigere Tour D wählen.
Wenn Sie Menschenmassen meiden möchten: Tour D oder Tour B bieten tendenziell ein entspannteres Erlebnis mit weniger Booten.
Wichtig: Die Routen und die Möglichkeit, Big Lagoon und Small Lagoon am selben Tag zu besuchen, können sich aufgrund lokaler Vorschriften ändern (z.B. war es zeitweise verboten, beide am selben Tag zu besuchen, sodass Small Lagoon fest zu Tour D gehörte). Informieren Sie sich immer beim lokalen Anbieter über die aktuelle Route!
Unabhängig davon, welche Sie wählen, werden alle Touren in El Nido Ihnen atemberaubende Landschaften, weiß-sandige Strände und klares türkisfarbenes Wasser des Bacuit-Archipels zeigen!
Für viele Reisende zählt in El Nido auf Palawan vor allem eines: die berühmte Bootstour durch Lagunen, Kalksteinfelsen und glasklares Wasser. Keine Frage, diese Touren sind beeindruckend. Aber El Nido besteht nicht nur aus Booten, Stränden und Inselhopping. Wer die Gegend wirklich spüren will, sollte sich auch einmal auf ein Moped setzen und die Küste entlangfahren.
Die Landschaft rund um El Nido ist ein gewaltiges Naturwunder. Schroff aufragende Felsen, grüne Hügel, kleine Dörfer, Palmen, einsame Straßen und immer wieder dieser Blick auf das türkisfarbene Meer. Auf dem Moped erlebt man Palawan anders: nicht als fertiges Ausflugsprogramm, sondern direkt, roh und lebendig.
Arlene nervt manchmal, weil sie unbedingt selbst Moped fahren will. Dann schnappe ich mir knurrend meine Kamera, stelle auf Sportmodus und lasse sie machen. Ich sitze hinten drauf, die Kamera klickt wie eine alte Uhr, und während wir über die Straßen rollen, entstehen hunderte Bilder. Staubige Wege, Küstenblicke, Kinder am Straßenrand, kleine Sari-Sari-Stores, Boote im Wasser und Felsen im Abendlicht.
Abends macht es dann richtig Spaß, die Bilder anzuschauen. Für mich bleibt so eine Fahrt oft stärker im Kopf als jedes Video. Fotos haben etwas Ehrlicheres. Man schaut sie an, bleibt hängen und erinnert sich an den Moment. Viele heutige Videos nerven mich eher: minutenlang passiert nichts, dann kommt irgendwann eine Pointe, und am Ende hat man trotzdem kaum etwas wirklich gesehen.
Ich bin kein Matrose. Die Bootstouren in El Nido sind schön und gehören sicher dazu. Aber richtig wohl fühle ich mich erst auf dem Moped. Arlene fährt, ich sitze hinten mit der Kamera, und Palawan zieht an uns vorbei. Genau da beginnt für mich das echte Reisen: nicht nur abhaken, nicht nur filmen, nicht nur posieren, sondern unterwegs sein und die Umgebung wirklich aufnehmen.
Wer El Nido abseits der klassischen Bootstouren erleben möchte, sollte sich Zeit für eine Mopedausfahrt nehmen. Nicht nur zum nächsten bekannten Strand, sondern auch einfach einmal ins Inselinnere, entlang kleiner Straßen und durch die Landschaft. Dort sieht man Palawan nicht nur als Postkartenmotiv, sondern als echten Ort mit Leben, Staub, Geräuschen, Menschen und Momenten, die bleiben.
Mehr zum gesamten Ablauf findest du hier: Palawan Startseite
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